Freiheit als Illusion

Freiheit als Illusion

FREIHEIT – ein großes Wort. Oft beschrieben, als Thema verfilmt, Teil unserer westlichen Kultur. Was ist Freiheit?

Laut Wikipedia definiert sich Freiheit wie folgt:
Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt in Philosophie, Theologie und Recht der Moderne allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts.

Freiheit

Also hat Freiheit mit Wahlmöglichkeiten, Entscheidungen und Autonomie zu tun.

Für den einen bedeutet Freiheit auf seinem Motorrad Touren zu fahren, für den anderen im Meer zu schwimmen, ein Dritter fühlt sich frei, wenn er reisen kann, wieder ein anderer, wenn er in die Berge geht oder seinem Beruf nachgehen kann. Als Single legst du vielleicht wert auf Reisen, Konzerte, Kultur und geselliges Beisammensein. Als Mutter freue ich mich über angemessene Ruhe und Zeit für mich.

Für mich hat Freiheit damit zu tun, sich selbst zu kennen. Denn nur, wenn ich weiß, was mir Spaß macht und was mir gut tut oder auch kurzfristige Befriedigung bringt, kann ich mir die Möglichkeiten anschauen, wählen, entscheiden und meiner Autonomie folgen. Ich fühle mich frei.

Klaviatur der Emotionen

Unsere Freiheit wurde die letzten Wochen, sogar Monate corona-bedingt stark eingeschränkt. Mein freiheitsliebender Wesenszug war mehr als einmal eingeengt, angestrengt, unzufrieden und die fehlende Freiheit zugunsten der Gesellschaft, wie es so schön heißt, hat etwas mit mir gemacht.

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Ich habe die ganze Klaviatur der Emotionen durchlebt. Ich hatte Existenzängste, ich war gestresst, ich war wütend, ich habe mich hilflos gefühlt und als Rebell. Und ich war ruhig, ganz bei mir. Alles mehrmals täglich. Jetzt bin ich ausgeglichener. Wieso?

Ich konnte meine Perspektive verändern.

Ich kann die Umstände gerade nicht ändern, es ist, was es ist. Aber ich kann entscheiden, wie ich mich fühlen möchte. Ich kann Dinge finden, für die ich dankbar bin und das Geschenk im Alltäglichen sehen.

Ich bin dankbar für meinen Hund, der mir das Gassi ermöglicht. Ich höre die Amseln um 5 Uhr früh und stelle mir vor, wie sie nur für mich singen. Ich bin dankbar. Ich richte mich morgens aus. Ich bleibe positiv. Und ich bin nicht positiv, weil alles toll ist, sondern weil ich es so entschieden habe. Ich bin bewusst, präsent und wach. Ich bin nicht blauäugig, lasse mir aber auch nicht unnötig Angst machen. Ich bin mir der Lage bewusst und solidarisch, als Teil der Gesellschaft.

Ich kann nicht mehr alles frei entscheiden,

meine Rechte als Mensch und Bürger werden eingeschränkt für das große Ganze und manchmal weiß ich nicht, wo es hingeht oder wie es weitergeht. 2 Monate schulfrei neben Berufstätigkeit schlauchen. Meine sonstigen Inseln wie Schwimmen und Yoga kann ich nicht mehr wie gewohnt ausüben.

Die Zeit ist kräftezehrend und manchmal ist mir morgens um 6 zum Heulen zumute, wenn ich extra früh aufstehe, um etwas Zeit für mich zu haben, Atemübungen und Meditieren, aber mein Kind auch schon um 6 aufwacht. Und trotzdem finde ich Gründe zu lachen, zu tanzen, ein nettes Wort an jemanden zu richten oder etwas mehr Leichtigkeit in das Leben anderer zu bringen. Ich habe diese Freiheit.

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Ich wähle die Freude, die Liebe und das Vertrauen. Es ist meine Entscheidung. Ich übernehme die Verantwortung für meine eigene emotionale Basis und Reife, die ich in diese Situation einbringe. Das ist Freiheit.

Freiheit im Innen

Angst und Vertrauen verlangen von uns jeweils genau das Selbe: An etwas zu glauben, dass wir nicht sehen können oder noch nicht sehen können. Also warum für die Angst entscheiden, wenn es auch das Vertrauen gibt?

Ist Freiheit tun und lassen zu können, was man will?
Oder ist Freiheit eher sich selbst zu kennen und dem entsprechend zu handeln – authentisch und lebendig?

Ich habe die Freiheit, die Fragen nicht durch das Außen beantworten zu lassen, sondern in mir nach den Antworten zu lauschen. Dafür muss es ruhig in mir sein, denn das Außen ist mitunter sehr laut, präsent, fast schon aufdringlich. Soziale Medien sind immer und überall einsatzbereit und FOMO greift um sich – „Fear of missing out“ – die Angst, etwas zu verpassen.

Als Menschen haben wir einen freien Willen mitbekommen, das ist die Freiheit, die wir haben. Das Außen können wir nicht beeinflussen oder nur bedingt.

Erfahrungen

Das menschliche Leben besteht aus Erfahrungen. Wir alle werden sterben, das ist Teil des Spiels. Hier ist keiner freier als der andere. Wir wollen kontrollieren, wann wir sterben, aber das liegt nicht in unserer Macht. Es gibt zu viele Mitspieler und äußere Umstände.

Die Frage ist also, was möchtest du noch für Erfahrungen machen?
Was würdest du tun, wenn es deine letzte Woche wäre?
Und wieso tust du es nicht? Welche Ängste kommen hoch und wo kommen die eigentlich her? Was glaubst du, was möglich ist und was du verdienst?

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Illusion

Freiheit ist also nicht im Außen, sondern im Innen. Und selbst hier bist du nicht gänzlich frei. Wer seinem Seelenruf folgt, also soul-integrated lebt, der folgt unweigerlich seinem Lebenszweck statt Dinge im Außen anzuhäufen. Und auch so bleibst du Mensch und wirst nie alles richtig machen, auch das ist Freiheit.

Und Freiheit ist neben Wahlmöglichkeiten, Entscheidungen und Autonomie ein Weg, zu Dir hin., den nicht jeder bereit ist zu gehen, also irgendwie auch eine Illusion.

Freiheit hat damit zu tun, die Lebensphase wirklich zu leben, in der du steckst. Freiheit ist nicht, was dir im Außen jemand zugesteht, sondern was du im Innen empfinden kannst, egal was im Außen ist. Das ist die Kür.

There is freedom waiting for you,
On the breezes of the sky,
And you ask „What if I fall?“
Oh but my darling,
What if you fly?
Erin Hanson

Die einzige Freiheit, die ich wirklich habe, ist frei zu denken, meinem freien Willen Gehör zu schenken und danach zu handeln. Die Freiheit nach innen zu tauchen und zu lauschen, ohne zu wissen, was sich zeigen wird oder das Ergebnis zu kennen. Und ohne es zu müssen.

Denn wer nach innen lauscht und mehr dem Seelenruf folgt als dem Gebrüll im Außen, der kann sich treiben lassen. Der kann annehmen, was sich zeigt und es umwandeln in eine Erfahrung, aus der man lernen kann oder eben etwas verändern kann oder es annehmen kann, denn es gehört halt dazu.

01.06.2020
Namasté
Tanja Sirbu
www.tanjasirbu.com
www.dailypioneer.rocks

Bilderdank an:
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SelfCare – tiefe Anbindung an deine Essenz

SelfCare – tiefe Anbindung an deine Essenz

SelfCare
SelfCare ist mehr als Selbstliebe. Es ist die tiefe Anbindung an deine Essenz, manifestiert im Hier und Jetzt.

Selbstliebe ist das A und O einer gesunden Beziehung zu sich selbst und der Welt. Das Abstreifen des Nicht-genug-Seins, des sich Zurücknehmens zugunsten anderer, sei es die eigene Familie, die Kinder, Freunde, für den Chef, die Kollegen, für die Mitfahrer in der U-Bahn, für wen auch immer.

Wir haben gelernt, dass es gesellschaftlich akzeptierter ist, sich erst um andere zu kümmern und dann um sich selbst. Du bist nur eine gute Mutter, wenn du die eigenen Bedürfnisse hinten anstellst. Du bist nur ein guter Mitarbeiter, wenn du mitarbeitest und dich reinhängst, was auch immer es koste.

 

Auf sich achten können
Ich fordere dich heraus, dir eine andere Frage zu stellen. Was hast du zu geben, wenn du entweder leer bist, also keine Energie mehr zur Verfügung hast, z.B. am Ende des Tages, weil der Job alles aufgefressen hat? Oder sogar schon am Morgen, weil deine Lebensweise, deine tagtäglichen Gewohnheiten unmerklich an dir ziehen über einen längeren Zeitraum, bis du innerlich so geschwächt bist, dass du nicht mehr schlafen kannst, körperliche Symptome dich belasten, du morgens nicht mehr aus dem Bett kommst und erstmal drei Tassen Kaffee brauchst, um in die Gänge zu kommen?

Achtest du auf dich? Bist du gerne mit dir alleine?

SelfCare, sich um sich selbst kümmern können, meint damit eine gesunde Beziehung zu den eigenen Bedürfnissen aufzubauen, danach zu handeln, auch wenn man mal jemanden vor den Kopf stößt, einfach sich Zeit für sich zu nehmen, wenn man sie braucht. Dinge zu tun, die dir gut tun und nicht immer nur bequem, schnell oder angemessen sind. Menschen sind unterschiedlich, einer braucht Ruhe, der andere Sport/Bewegung, wieder jemand muss kreativ werden, um in Balance zu kommen. Denn Self Care bedeutet auch, sowohl seine Yin als auch seine Yang Anteile zu leben. Link zum Yin/Yang Artikel

 

Erwartungen und Entscheidungen
Es geht darum, seine eigenen Erwartungen auf ein nomales Maß zurückzuschrauben, im Job, in der Familie, im Bestreben etwas zu erreichen. Mit dem Ziel, sich auch mal Ruhephasen zu gönnen, um wieder zu sich selbst zu finden. Und zu sich finden können sagt schon sehr deutlich, dass man sich irgendwo auf dem Weg des Alltags in all dem Funktionieren verloren hat. Eben alles schaffen wollen, vorankommen, allen gefallen wollen, es allen recht machen, immer hilfsbereit sein undundund.

Die eigenen Erwartungen ziehen an uns mehr als es das Außen je könnte. Die Erwartungen an uns und an die Welt.

Oder wie es so schön heißt:
„The best day of your life is the one where you decide your life is your own. No apologies or excuses. No one to lean on, rely on, or blame. The gift is yours. It is an amazing journey and you alone are responsible for the quality of it. This is the day your life really begins.“
Bob Moawad

Der Tag, an dem du entscheidest, dass du Selbstverantwortung für dich, dein Leben und deine Erfahrungen übernimmst, ist der Beginn des großen Lebens, in dem du steuerst statt rumgeschupst zu werden.

Es beginnt mit der Entscheidung.

 

Energie und Gefühle
Du bist verantwortlich für die Energie, die du in den Tag bringst und in die Räume und Beziehungen, die deinen Tag begleiten. Nimmst du dir schon in der Früh Zeit für dich oder ist wieder alles andere wichtiger? Meditierst du, journallst du, machst du Atemübungen oder sonst irgendetwas, was dir hilft dich auzurichten?

Wenn du Kinder hast, weißt du, dass auch ein frühes Aufstehen nicht immer garantiert, dass du deine Dinge, wie meditieren oder journalling, erledigen kannst. Das ist zäh und kann nerven. Es gibt solche und solche Tage, aber man kann sich ausrichten, die Situation annehmen, beleuchten und sich auch eingestehen, dass man mal frustriert ist, auch das ist SelfCare. Die Gefühle da sein zu lassen, ohne sie auszuschließen, abzuwerten oder wegzuargumentieren. Kümmere Dich um dich und deine Frequenz und erlaube den Dingen an ihren Platz zu fallen.

 

Prävention und Heilung

Wer sich um sich kümmert, der überlegt auch nicht lange, ob die Akupunktur jetzt nötig ist oder der Osteopath oder Masseur, sondern gönnt sich Dinge. Sich etwas gönnen impliziert die weise Voraussicht, dass ich mich um meine eigene Energie kümmere und lieber proaktiv gesund bleibe statt erst darauf zu warten, krank zu werden, um mich dann dem Genesungsprozess hinzugeben. Heißt das, dass man gar nicht mehr krank wird? Sehr viel weniger auf jeden Fall sagt meine eigene Erfahrung.

Und Prävention meint dabei auch, Sachen zu machen, die vielleicht nicht immer bequem oder angenehm sind, aber zu wissen, dass sie mir bei meiner Ausrichtung, gesund zu bleiben, helfen, z.B. TCM Kräuter. Nein, die sind nicht wirklich lecker, ist ja auch kein Bonbon, aber sie helfen dem Körper in Balance zu bleiben. Es gibt heutzutage so viele Tools, jeder kann die finden, die ihm gut tun. Menschen hadern immer noch mit bestimmten Dienstleistungen, dass sei zu teuer, denn schließlich hat man ja „noch“ nichts, obwohl die Gesundheit unbezahlbar ist und aus meiner Sicht alles dafür getan werden sollte, dass man gesund bleibt.

Körperlich gesund zu sein ist bei all dem Wissen heute relativ einfach oder eben gerade wieder nicht, weil es zu viele Informationen gibt. Emotional und mental gesund zu bleiben ist da schon schwieriger. Immer mehr Menschen leben anonym und alleine, verharren in ihrer Einsamkeit oder wissen selber nicht mehr, wer sie sind, weil sie jeden Tag ihre Maske aufsetzen. Wenn wir beginnen, uns authentisch zu leben, dann können auch die Menschen zu uns finden, die für uns gedacht sind, die uns gut tun, mit denen wir gerne ein Stück des Weges zusammen gehen, weil es bereichernd ist für alle Beteiligten. Darunter sollten wir es gar nicht mehr machen. Menschen, die uns nicht gut tun, aus Angst vor Einsamkeit in unserem Leben zu lassen, haben nichts mit Selfcare zu tun. Welchen Kurs wolltest du schon lange mal ausprobieren? Tanzen, Schreiben, Malen? Was hält dich zurück?

 

SelfCare meint für mich auch:
– Lernen zu wollen
– neugierig zu bleiben
– zu wachsen und zu transformieren (für mich und damit auch für die nächsten Generationen und sogar die davor)
– Ruhephasen
– Kontemplation
– Reflexion über sich und die Welt
– Lesen
– Schreiben
– sich gesund ernähren
– sich genug bewegen
– mehr als genug Wasser trinken
– sich den Medien entziehen

Lebendigkeit an die erste Stelle stellen
SelfCare hat damit zu tun, sich selbst ernst und wichtig zu nehmen und die eigene Lebendigkeit an die erste Stelle zu stellen. Alles, was Dich ein Stück deiner eigenen Lebendigkeit kostet solltest du doppelt beleuchten und evaluieren. Oder anders, alles, was dich körperlich enger werden lässt, was dir die Luft nimmt, was dich zweifeln lässt, was dich nur noch funktionieren lässt, nimmt dir zwangsläufig Lebendigkeit.

Lebendigkeit bedeutet, die Energie kann frei durch dich hindurchfließen. Stellen, die sich eng anfühlen, muskulär verspannt sind oder Schmerzen im Körper, sind Engpässe, wo die Energie zum Stocken kommt und dich so deiner Lebendigkeit berauben. Wer Schmerzen hat, vermeidet bestimmte Handlungen und Haltungen und wird noch unbeweglicher und weniger lebendig. Lebendigkeit hat mit Sensitivität zu tun, also damit, Systeme und Situationen zu erfassen, auf Menschen eingehen zu können und Dinge wahrzunehmen, die nicht für jeden zugänglich sind. Die Frage ist also immer, was willst du jetzt, das geschieht?

Und ein Satz, der mich aus den sozialen Medien mal angelacht hat und mich seither begleitet:
„Frag dich nicht, was richtig ist,
sondern frag dich, was du fühlst,
hör auf zu fragen, ob du kannst,
sondern frag dich, ob du willst.“
Verfasser unbekannt

SelfCare beginnt bei Dir, wo auch sonst?

Alles ist Yin und Yang

Alles ist Yin und Yang

Yin und Yang Symbol

Alle sind wir schon mal über dieses Symbol gestolpert, der schwarze Punkt im Weißen und der weiße Punkt im Schwarzen: als Tattoo, Anhänger, Stein, auf dem Papier. Das Yin und Yang Symbol entstammt dem chinesischen Taoismus und hat sehr viele Bedeutungen.

Alles enthält den Samen des Gegenteils, obwohl es nicht wirklich Gegensätze sind, sondern Yin und Yang eher einander bedingen. Im Taoismus geht man davon aus, dass das Universum Energie, Vibration und Form ist.

„If you want to find the secrets of the universe, think in terms of energy, frequency and vibration.” Nikola Tesla

Yin und Yang ist in allem enthalten, z.B.

– die Eierschale ist Yang, das Ei innen ist Yin.

– Im Auto das Gaspedal ist Yang, die Bremse Yin.

– Die Sonnenstrahlen sind Yang, der Schatten ist Yin.

– Der Fluss ist Yang, das Meer ist Yin,.

 

Yang ist stärker, fester, heller und aktiver.

Yin ist weicher, durchlässiger, dunkler und passiver.

„All information can be translated into terms of Yang und Yin.“ Alan Watts

Im Taoismus ist die übergeordnete Kraft das Tao, der Weg. Anhänger glauben, dass wenn du dem Weg folgst, also Yin und Yang im Ausgleich sind, du dich dem Fluss des Lebens hingeben kannst ohne wesentliche Widerstände.

z.B. Sei nicht der Beste, sei du, dein eigenes Original.

Höre mehr zu und rede weniger.

Tue weniger und fühle mehr.

 

Yin und Yang im Wandel

Heutzutage ist das Yang in unserer Gesellschaft sehr präsent und als Wert stark verankert. Sei stark, setz Dir Ziele, Du musst etwas erreichen, sei besser. Wäre nicht der wirtschaftliche Erfolg der höchste Wert unserer Gesellschaft, sondern die Spiritualität, dann wären die femininen Aspekte sehr viel präsenter in allen.

Das kostbarste Gut, unsere Aufmerksamkeit, ist immer mehr ins Außen gerichtet statt ins Innen. Mehr verdienen, um mehr zu haben, um mehr zu kaufen, um gesellschaftlichen Status zu erreichen. Mehr konsumieren, sei es an Produkten oder Medien, das sind alles Dinge, die im Außen stattfinden, Dich vom Innen abwenden.

 

Maskuline und feminine Rollenverteilung

Oft wird die maskuline oder feminine Rollenverteilung gleichgesetzt mit männliche und weibliche Attribute haben, was meines Erachtens nicht stimmt.

Die ursprüngliche maskuline Rollenverteilung sah vor, dass ER die Familie vor Fressfeinden schützt. Das Ziel war klar: Überleben.

Die feminine Rollenverteilung sah vor, das SIE das Ambiente schafft und stellte nährende Aspekte in den Vordergrund. Das Ziel war es, ein Zuhause zu schaffen, um besser zu leben.

Wirtschaft als höchstes Gut meint damit, dass maskuline Werte an erste Stelle gestellt werden, so dass auch immer mehr Frauen danach streben. Nicht, weil sie unbedingt Karriere machen wollen, sondern weil gesellschaftlich der Überlebensaspekt damit an erste Stelle tritt. Es geht um Unabhängigkeit, frei entscheiden können. Und was ist daraus geworden im Sprachgebrauch: „Eine Frau steht ihren Mann.“

Wenn jemand feminin agiert wird das immer noch als schwach abgetan, zu gefühlsduselig, d.h. auch Frauen haben nur Erfolg, wenn sie maskulin agieren, also nach Macht streben und wirtschaftlichem Erfolg. Feminin ist aber nur ein anderer Aspekt im Leben, es bedeutet keinesfalls Schwäche. Im Hinduismus sind Shiva und Shakti auch bedingende Elemente. Shiva der Gott ist nichts, wenn Shakti nicht um ihn herum schlawenzelt. Sehen und gesehen werden.

 

Eine Lebensphilosophie

Yin und Yang ist so viel mehr als weibliches und männliches Prinzip, es ist eine Lebensphilosophie und eine Polarität im Leben. Letztendlich ist alles im Leben Wandel. Alles was nicht wächst, stirbt in der Natur. Yin und Yang bedingen einander und ergänzen sich, sie sind keine Gegensätze, sondern streben im Miteinander nach Harmonie und Balance.

Yin und Yang beschreiben die Urkräfte. Yin ist die abwärts gerichtete Energie, hin zum manifestieren, z.B. durch die Geburt eines neuen Menschens. Yang ist die aufwärtsgerichtete Energie, dem Streben nach Bewusstsein folgend. Beide zusammen bestimmen unsere Lebensenergie, das Chi in der TCM (traditionellen Chinesischen Medizin) oder Prana im Yoga. Als Mensch ist es unsere Aufgabe etwas ins Leben zu manifestieren und gleichzeitig noch nach Bewusstsein zu streben. Es geht also um die Verbindung von Yin und Yang in jedem Einzelnen.

Yin und Yang sind Qualitäten, die allen Menschen innewohnen und in Balance zu Harmonie und einem ausgewogenen Miteinander führen.

In unterschiedlichen Lebensphasen werden sie zu verschiedenen Anteilen gelebt. In der Naturmedizin unterscheidet man sogar Yin-Typen und Yang-Typen, die jeweils verschiedenen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind und dem entsprechend unterschiedliche Ernährungsempfehlungen erhalten.

 

Eine Übersicht von Yin und Yang

Yin bedeutet die weibliche Essenz des Seins. Die Verkörperung der Schöpfung, das Fliessen, annehmen können, wohlwollend, miteinander, die Intuition, das Bauch- und Herz-Gefühl und das Verbindende. Yin ist auch das Symbol des Mondes, eine kühlende Energie, die kreative und fühlende Seite und ein Ausgleich zum Yang.

Yin sagt „Vertraue und wirke einfach.“

Yang bedeutet die männliche Energie, die uns allen innewohnt, das Wollen, das Fokussieren, der Mut und der Antrieb, das Streben. Yang ist auch das Symbol der Sonne und die Verstandesebene.

Yang sagt „Du schaffst das.“ 

In einer Bildsprache gesprochen ist Yin der Same des Baumes, der darauf vertraut, dass er das tut, wozu er da ist, wachsen und am Ende die Wurzeln ausmacht, das erdende und nährende des Baumes. Ohne Yang wächst der Baum aber nicht, er braucht die Sonne und die Kraft, um durch die Erde zu stoßen und seiner Bestimmung zu folgen, ein Baum zu werden.

Aus Laotse Tao Te-King: Das Buch vom Sinn und Leben, Kapitel 36, übersetzt von Richard Wilhelm

„Was man zusammenziehen will,

dass muss man erst sich richtig ausdehnen lassen.

Was man schwächen will,

dass muss man erst richtig stark werden lassen.

Was man beseitigen will,

dass muss man erst richtig sich ausleben lassen.

Wo man nehmen will,

da muss man erst richtig geben.

Das heißt die geheime Erleuchtung.

Das Weiche siegt über das Harte,

Das Schwache siegt über das Starke…“

 

Eine persönliche Erfahrung

Immer mehr fühle ich mich den Yin-Qualitäten im Leben verbunden und stelle aber auch fest, dass wir beides brauchen. Das eine existiert nur durch das andere. Das Helle im Dunklen und das Dunkle im Hellen.

Yoga ist eine wundervolle Praxis, die eigene Spiritualität im Alltag zu Leben und sich seiner Yin- und Yang-Qualitäten mit zunehmender Praxis bewusst zu werden. Alles was uns bewusst ist können wir verändern.

„Du kannst nur heilen was Du fühlst“ C.G.Jung

Schwangerschaft, Geburt, Kindererziehung, aber auch Yoga und Thai Massage haben mehr Yin-Qualitäten in mein Leben gebracht und mich as Mensch „runder“ werden lassen.

Kreativität, Schreiben, Arbeit mit den Händen, in der Natur sein, klassische Musik hören, ein warmes bad nehmen und einfach Freude an den Dingen und am Schönen haben, fördern unseren Yin-Anteil.

Dinge erfolgreich abschließen, Sport, Vinyasa Yoga, Disziplin, Diskussionen fördern unsere Yang-Anteile.

Von Natur aus bzw. aufgrund meiner Lebensgeschichte bin ich mit einem starken Yang-Anteil ausgestattet, Wille, Mut, Intellekt, das Studium der BWL haben anfänglich viel Stress in meinem System erzeugt, ich fühlte mich quasi immer wie „auf dem Sprung“, wie in alten Zeiten der schnelle Sprung weg vom Tiger (flight or fight-Modus). Für mich persönlich geht es darum, immer wieder die Herzqualitäten, das Yin mehr in mein Leben einzuladen, das Zulassen, Loslassen, Spüren, um sowohl vom Verstand als auch vom Herzen her zu manifestieren.

 

FAZIT: 

Yin und Yang sind Energien, die sich gegenseitig unterstützen, schwächen, stärken und verwandeln. Yin und Yang ist überall, in allem was lebt, in allen Objekten, in der Natur.

Wuwei wie es im Tao heisst, ist die Kunst zu wissen, wann es gut ist, etwas zu tun und wann es gut ist abzuwarten.

Wir können uns bewusst werden, welchen Anteil wir derzeit mehr ausleben und dann den in uns nähren, den wir weniger ausleben.

Beobachte deinen Geist, beobachte Dich und verbinde Herz (Yin) und Verstand (Yang), um im Einklang mit Deinem Lebenszweck und dem großen Ganzen zu manifestieren.

Mein YouTube dazu: https://www.youtube.com/watch?v=lAXBxLzGu0k&t=51s

 

Quellen:

Bilder:

von canstockphoto53565650_yinyang

https://image.freepik.com/freie-ikonen/yin-yang-symbol-variante_318-50138.jpg

Photo by NASA on Unsplash

https://www.gesundheitswissen.de/tcm/yin-und-yang/

https://www.youtube.com/watch?v=6gIMVxFen_A

Laotse Tao Te-King: Das Buch vom Sinn und Leben, übersetzt von Richard Wilhelm

 

 

 

Yin und Yang im Leben

Yin und Yang im Leben

Foto von alex-6723-unsplash on Unsplash

Vinyasa Yoga in der heutigen Zeit ist stark Yang geprägt. Es geht um Kraft, Konzentration auf den Atem und das bewusste Führen und Kontrollieren der Asanas, des Atems und der Intention.

Im Yin Yoga geht es um das genaue Gegenteil, um Achtsamkeit für den Moment, um das Spüren, Loslassen und den Atem frei fließen lassen. Um das Sein mit dem, was gerade ist, auch wenn es unangenehm ist.

Das ist eine Qualität, die immer mehr Menschen verlernen. Sobald etwas unangenehm ist, gehen wir raus oder betäuben uns, mit Medien, Alkohol, Essen, Ablenkung, Hauptsache nichts Fühlen. Aber genau im Fühlen entfaltet sich die heilsame Kraft des Menschseins. Unser Körper strebt nach Balance und Ausgleich, wenn wir ihm den Raum geben.

Immer mehr fühle ich mich den Yin-Qualitäten im Leben verbunden und stelle aber auch fest, dass wir beides brauchen. Das eine existiert nur durch das andere. Das Helle im Dunklen und das Dunkle im Hellen.

 

Yin und Yang

Yang bedeutet die männliche Energie, die uns allen innewohnt, das Wollen, das Fokussieren, der Mut und der Antrieb, das Streben. Yang ist auch das Symbol der Sonne und die Verstandesebene.

Yang sagt „Du schaffst das.“

Yin bedeutet die weibliche Essenz des Seins. Die Verkörperung der Schöpfung, das Fliessen, annehmen können, die Intuition, Gefühle und das Verbindende. Yin ist auch das Symbol des Mondes, eine kühlende Energie, die kreative und fühlende Seite und ein Ausgleich zum Yang.

Yin sagt „Vertraue und wirke einfach.“

Yin und Yang sind Qualitäten, die allen Menschen innewohnen und in Balance zu Harmonie und einem ausgewogenen Miteinander führen. Das heisst auch, dass wir uns bewusst werden, welchen Anteil wir derzeit mehr ausleben und dann den in uns nähren, den wir weniger ausleben.

Schwangerschaft, Geburt, Kindererziehung, aber auch Yoga und Thai Massage haben mehr Yin-Qualitäten in mein Leben gebracht und mich als Mensch „runder“ werden lassen.

Kreativität, Schreiben, Arbeit mit den Händen, in der Natur sein und einfach Freude an den Dingen und am Schönen haben, fördern unseren Yin-Anteil.

Dinge erfolgreich abschließen, Sport, Disziplin, Diskussionen fördern unseren Yang-Anteil.

Von Natur aus bzw. aufgrund meiner Lebensgeschichte bin ich mit einem starken Willen und Mut ausgestattet, bei mir geht es darum, immer wieder die Herzqualitäten, das Yin mehr in mein Leben einzuladen, das Zulassen, Loslassen, Spüren, um sowohl vom Verstand als auch vom Herzen her zu manifestieren.

Trainiere deinen Geist, beobachte Dich und verbinde Herz (Yin) und Verstand (Yang), um im Einklang mit Deinem Lebenszweck und dem großen Ganzen zu manifestieren statt nur für Deine kleine Ego-Welt.

 

Interessantes Video von Alan Watts:

https://www.youtube.com/watch?v=7SfZZlpfaN0&list=PLhYqJBcb4gn9lXV7-nKSwXf94wprgA-uV&index=13

 

 

 

 

 

Auslese: Digital Detox inkl. Fasten

Auslese: Digital Detox inkl. Fasten

Photo by Johanneke Kroesbergen-Kamps on Unsplash

Nachdem ich nun über 2 Wochen „digital detox“ betrieben habe, gänzlich ohne Facebook und Instagram und die letzten 5 Tage davon noch gefastet habe, inkl. Norovirus, der dann on top dazu kam, kann ich nur sagen: Gesamturteil sehr angenehm, empfehlenswert, absolut alltagstauglich und total befreiend. 🙂

Folgende Erkenntnisse möchte ich gerne teilen:

Erkenntnis 1: Auswirkungen von sozialen Medien

Wozu gehst Du ins Internet? Wozu auf facebook, Instagram & Co?

In der Regel tun wir 4 Dinge in den sozialen Netzwerken: sich informieren, sich inspirieren (oder vergleichen), einfach Zeit totschlagen oder uns selber mitteilen. Meist alles zusammen und das kann schon mal ne Stunde sein…

Was macht das mit Dir?

a) Es lässt Dich oft kleiner fühlen, so dass Du selbstkritischer wirst. Warum habe ich das noch nicht geschafft? Warum habe ich das nicht erreicht? Wie komme ich dahin? Wieso ist mein Beitrag nur so und so?

b) Es wendet deinen Fokus ab von dem, was Du willst. Da wo Dein Fokus ist, fließt Deine Energie hin, d.h. Du schenkst anderen Leute und Themen nicht nur Deine Lebenszeit, sondern auch deine Energie.

c) Sie rauben Dir Qualitätszeit, die Du mit Menschen verbringen könntest, die Du liebst, in echt, nicht nur virtuell.

Tipp: sich einen Timer setzen und mit Intention ins Netz gehen und auch nur das machen, z.B. 15min. „rumsurfen“.

Unsere schnelllebige Zeit erfordert viel Disziplin und Wille, um dem ganzen Ansturm an Infos, Anforderungen und Inspirationen nicht gänzlich zu erliegen und sich am Ende total selbst aufzugeben. Was möchtest Du? 

„Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ wusste schon der rosarote Panther. 😉

Erkenntnis 2: Innerer Frieden und Selbstliebe

Wenn der Körper zur Ruhe kommt, kommt auch der Geist zur Ruhe.

Wenn der Geist zur Ruhe kommt, weil er nicht im Außen befüllt wird, dann können Ideen entstehen und Gelassenheit. Es macht sich ein Gefühl von innerem Frieden und Selbstliebe breit.

Anmerkung dazu: Sobald Du aufhörst Dich ständig im Außen zu vergleichen, was man unweigerlich tut in den sozialen Netzwerken (bewusst oder unbewusst), geht es fast nicht anders als sich selber wieder wertzuschätzen, sich näher zu kommen und anzunehmen. Sehr heilsam.

Erkenntnis 3: Spirituelle Meisterschaft

Andere Menschen und Situationen können mir noch Stress machen. Das möchte ich gerne abstellen.

Der erste Schritt ist es, die innere Ruhe zu finden, wenn die äußeren Umstände es zulassen bzw. optimal sind, also z.B. beim meditieren. Und nach Jahren der Praxis auch schon immer öfter bewusst, wenn das Außen mich fordert und ich mich zurücknehmen kann, aber es klappt noch nicht immer.

Im nächsten Schritt, quasi der spirituellen Meisterschaft, geht es darum, den Zustand des inneren Friedens völlig unabhängig vom Außen zu erlangen, jederzeit, überall, immer -quasi auf Knopfdruck. Ein Projekt für die nächsten  Monate und Jahre! 😉

Mein neues Mantra für den Monat Januar:

What would LOVE do?

Was würde die LIEBE tun?

Stell Dir diese Frage immer wieder über den Tag verteilt, wenn Du nicht weißt, was Du tun sollst, wenn Du nicht weißt, wie Du reagieren sollst, wenn Du Dich ärgerst, wenn Du überfordert bist…was würde die Liebe an deiner Stelle tun?

 

Und hier geht es zu unserer Facebook-Gruppe, in der Du auch das PDF findest, um 5 Tage entspannt zu fasten, also 1 Tag Vorbereitung, 2 Tage Fasten und 2 Aufbautage, gut umsetzbar!

Spiritual Mama Rebels bei facebook: https://www.facebook.com/groups/2176846355923468/?fref=mentions&__tn__=K-R

 

 

 

Digital Detox

Digital Detox

picture thank you to jay-dantinne-359707_Photo by Jay Dantinne on Unsplash

Digital Detox means retreating from digital media. No facebook, no youtube, less Internet, less information, less inspiration, less comparing, less from everything. Maybe even less book reading and less talking…more meditating, WRITING, getting clearer what it is that I have to offer to the world. Understanding my own processes, my source of credibility and my love to share.

Back to my own roots. LISTEN. FEEL. Integrating. Getting clear on what my roots, my source are/is so I have the strength to grow into my own best version, up in the sky, like a fabulous majestic tree. Follow the sounds of silence.

Everyone of us has something to offer. The question is do you have the courage, the ambition and the discipline to find out and always re-invent yourself again or do you prefer to stay in your comfort zone and play roles that you are good at?

Sun always comes with the shadow.

 

Schönes Ritual zur Winter-Sonnen-Wende (21.12.) gibt es in unserer Spiritual Mama Rebels Gruppe bei facebook:

https://www.facebook.com/groups/2176846355923468/

 

Rauhnächte (24.12.-06.01.) schön begleitet mit Daniela Hutter:

https://www.danielahutter.com/