Wahrhaftigkeit oder Authentizität – Begriffe des Zeitgeistes

Wahrhaftigkeit oder Authentizität – Begriffe des Zeitgeistes

Wahrhaftigkeit oder Authentizität liest man immer öfter. Alles scheint sich nach Echtheit zu sehnen in einer Welt, in der alles online vorgespielt werden kann. Schönheit, Witz, Stärke, Intellekt. Wer bist du und wie viele?

Die Definitionen aus Wikipedia lesen sich wie folgt:

„Wahrhaftigkeit ist eine Denkhaltung, die das Streben nach Wahrheit beinhaltet. Wahrhaftigkeit ist keine Eigenschaft von Aussagen, sondern bringt das Verhältnis eines Menschen zur Wahrheit oder Falschheit von Aussagen zum Ausdruck. Die Wahrhaftigkeit kann falsche Aussagen nur durch einen Irrtum hervorbringen. Zur Wahrhaftigkeit gehört die Bereitschaft für wahr Gehaltenes zu überprüfen.“

„Authentizität bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden“. Das Adjektiv zu Authentizität heißt authentisch.

Die Begriffe sind nicht klar abgrenzbar, vielleicht so viel wie sich authentisch leben bedeutet sich selber verstehen, ernst und wichtig nehmen, gewissermaßen sein eigenes Original leben und so auch sein Strahlen zum Ausdruck bringen. Die Wahrhaftigkeit steht in engem Zusammenhang mit der Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und der Glaubwürdigkeit einer Person. Seine Werte wahrhaft leben.

Ich war letztens auf einem Schreibkurs und unser Thema war die Wahrhaftigkeit oder besser, die Wahrhaftigkeit im Schreiben. Und die Aufgabe, wahrhaftig über ein Lebensereignis zu schreiben, dass uns berührt hat oder einen Meilenstein in unserem Leben bedeutet hat, hat mich vor große Herausforderungen gestellt.

Nicht etwa, weil ich nicht genug erlebt hätte oder weil ich nicht die ganze Palette der menschlichen Gefühle liebe und lebe, sondern weil ich mich damit auseinander gesetzt habe, wann man wirklich wahrhaftig ist oder eben wahrhaftig schreibt. Und beides scheint mir ganz nah bei einander.

 

Mut und Tiefe

Wahrhaftigkeit hat für mich persönlich mit Tiefe zu tun. Mutig in die eigene Tiefe abzutauchen, sich selbst auszuhalten, das Licht und den Schatten. Und wenn du dich kennst, dann auch anderen diesen Raum zu öffnen.

Als Menschen haben wir das Potential zu großem und doch zieht es uns immer wieder zum Kleinen, Bequemen, Widerstandslosen hin. Tiefe ist das Gegenteil von Oberflächlichkeit und hier findet der meiste zwischenmenschliche Austausch statt.

Letztens im Yogastudio fragte mich jemand wie es mir geht, war dann aber eigentlich schon auf dem Sprung und erwartete gar keine Antwort von mir. Aber wozu dann der belanglose Austausch? Lieber unterhalte ich mich nur mit einer Person pro Tag, aber dafür erfahre ich auch etwas und öffne mich dafür, etwas zu lernen, als das ich Small-Talk mache, der mich nur aufhält. Und warum machen wir es überhaupt? Ganz einfach, weil es gesellschaftlich anerkannt ist, während es als unhöflich gewertet wird, wenn man nicht fragt.

Ich sehe das genau anders. Ich empfinde es als unhöflich, jemandem die Lebenszeit zu stehlen, wenn ich nichts zu sagen habe oder eigentlich kein Interesse am Gegenüber habe.

 

Verletzlichkeit

Wahrhaftigkeit macht uns glaubwürdig und verletzlich. Wir öffnen einen Teil von uns, der andere berührt, vielleicht auch verletzt und im Gegenzug können wir auch verletzt werden. Je nachdem, wie persönlich wir Dinge nehmen oder inwiefern wir die Perspektive verändern können. Der Blick von oben gelingt nicht immer, hilft gleichzeitig aber immer Zusammenhänge anders zu bewerten.

Und hierbei ist auch gut zu erinnern: 95% der Dinge, die andere zu dir sagen oder dir „antun“ haben nichts mit einem selbst zu tun! Es ist lediglich Ausdruck ihrer eigenen Welt, des Erlebten und der Erfahrungen. Weißt du, was sie an diesem Tag schon erlebt haben? Wessen schlechter Laune sie ausgesetzt waren, welchem Stress im Außen oder welche Anforderungen an ihnen ziehen? Also, lass los, nimm nicht alles persönlich und dich selbst nicht zu wichtig, aber achte gleichzeitig auf dich.

 

Präsenz

Wahrhaftig sind wir vor allem, wenn wir präsent sein können, mit uns und mit anderen. Präsenz hat etwas mit Energie zu tun und ganz wichtig, damit, sich selber zu kennen und auch zu wissen, was deins ist und was nicht.

Präsenz bedeutet die Verantwortung für die eigene Energie zu übernehmen, die wir in einen Raum oder eine Situation bringen. Wenn es uns nicht gut geht, ist es unsere Verantwortung das zu ändern, durch gute Musik, ein kleines Gedicht, einen lieben Anruf, einen Spaziergang, einen warmen Kaffee, was auch immer dir hilft. Kümmere dich um dich und lasse die schlechte Laune nicht an anderen aus, in der Erwartung, dass einer fragt wie es dir geht.

Wenn du in die Bewertung rutscht verlierst du den liebevollen Blick von oben, du machst dich kleiner oder größer, nimmst es aber nicht an, wie es ist. Wahrhaftig wäre es in so einem Fall zu schauen, was es mit Dir macht, welches Gefühl oder welche Gedanken es auslöst und dann im nächsten Schritt, woher du das schon in deinem Leben kennst. Also quasi den Ursprung zu finden und es sich an dieser Stelle bewusst zu machen, statt alles ins Außen zu projizieren, denn darin ist der Mensch Weltmeister.

 

Verbundenheit

Wahrhaftigkeit verbindet uns mit unserer Essenz und etwas Höherem, wie auch immer du das für dich beschreibst; ein Gott, eine Energie, ein Bewusstsein, das Universum. Eine Form der Höheren Ordnung, die wir nicht immer verstehen können, oft nicht sehen, fast nie wahrhaben wollen und die doch da ist.

Wahrhaftig schreiben bedeutet dann für mich so viel wie den Gedanken freien Lauf lassen, sich zu öffnen für kosmisches Bewusstsein und die Essenzen quasi zu channeln und zu übersetzen. Das kennen alle Künstler, egal ob Musiker, Maler, Autoren und sogar Wissenschaftler. Channeln klingt immer so esoterisch, meint aber letztendlich nur, sich leer zu machen, Abstand zu nehmen, von den sich immer wiederholenden Gedanken im Kopf. Zulassen statt bestimmen. Verbundenheit hat damit zu tun, auch mal die Kontrolle abgeben zu können.

Denn mal ehrlich, was ist denn heutzutage schon ganz neu auf dieser Welt? Die meisten Dinge und Ideen wurden schon gedacht, gesagt oder aufgeschrieben. Und trotzdem hat jeder Mensch und jede Zeitqualität ihre Besonderheiten, diesen Ausdruck zu verleihen. Es muss nicht neu sein, damit es Menschen erreicht. Wenn wir aus dieser inneren Anbindung agieren, wirken, präsent sind, dann sind wir wahrhaftig.

 

Reise nach innen

Wahrhaftigkeit oder Authentizität ist eine Suche nach Wahrheit und Wissen. Wissen, wer du bist, was du kannst und wozu du hergekommen bist. Wahrheit gibt es so nicht, denn für jeden ist etwas anderes wahr, letztendlich dass, woran er glaubt.

Und ein Zitat, das wohl oft fälschlicherweise Albert Einstein zugeschrieben wird, was ich nicht beurteilen kann, aber an dieser Stelle gerne teilen möchte:

„Jeder ist ein Genie! Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“

Für Wahrhaftigkeit können wir nur mal ins Tierreich schauen, denn hier würde kein Elefant so tun als wäre er eine Maus. Jeder folgt seiner Bestimmung und ist damit wahrhaftig, einfach angebunden an etwas Höheres. In der Parabel vom Adler, der als Huhn großgezogen wird, bis er sich in einem Teich gespiegelt selbst wahrnimmt, wird jedoch schon sehr viel klarer, womit wir Menschen es zu tun haben.

Nach den überlebenswichtigen Kindheitsjahren der Konditionierung und Nachahmung geht es zurück zum Anfang, die eigene Wahrhaftigkeit zu finden, seine eigene Stimme zu kultivieren und sich die Mühe zu machen, die Welt auch mal durch verschiedene Brillen zu sehen. Das ist der Weg der Wahrhaftigkeit. Ist es einfach? Nein. Ist es möglich? Ja. Und aus meiner Sicht sehr nötig in dieser Zeit, in der wir leben.

 

Wahrheit und Wahrhaftigkeit

Zusammenfassend könnte man sagen, dass die Wahrheit etwas nicht Greifbares ist, während die Wahrhaftigkeit eine Form der Aktivität darstellt, um genau diese Wahrheit zu suchen.

Authentisch oder wahrhaftig werden wir, wenn wir leben, wie Rainer Maria Rilke es so schön formuliert (aus Briefe an einen jungen Dichter):

„Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.“

In diesem Sinne, lebe wahrhaftig authentisch.

„Sei du selbst. Denn alle anderen sind schon vergeben!“ Oscar Wilde

 

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Alles ist Yin und Yang

Alles ist Yin und Yang

Yin und Yang Symbol

Alle sind wir schon mal über dieses Symbol gestolpert, der schwarze Punkt im Weißen und der weiße Punkt im Schwarzen: als Tattoo, Anhänger, Stein, auf dem Papier. Das Yin und Yang Symbol entstammt dem chinesischen Taoismus und hat sehr viele Bedeutungen.

Alles enthält den Samen des Gegenteils, obwohl es nicht wirklich Gegensätze sind, sondern Yin und Yang eher einander bedingen. Im Taoismus geht man davon aus, dass das Universum Energie, Vibration und Form ist.

„If you want to find the secrets of the universe, think in terms of energy, frequency and vibration.” Nikola Tesla

Yin und Yang ist in allem enthalten, z.B.

– die Eierschale ist Yang, das Ei innen ist Yin.

– Im Auto das Gaspedal ist Yang, die Bremse Yin.

– Die Sonnenstrahlen sind Yang, der Schatten ist Yin.

– Der Fluss ist Yang, das Meer ist Yin,.

 

Yang ist stärker, fester, heller und aktiver.

Yin ist weicher, durchlässiger, dunkler und passiver.

„All information can be translated into terms of Yang und Yin.“ Alan Watts

Im Taoismus ist die übergeordnete Kraft das Tao, der Weg. Anhänger glauben, dass wenn du dem Weg folgst, also Yin und Yang im Ausgleich sind, du dich dem Fluss des Lebens hingeben kannst ohne wesentliche Widerstände.

z.B. Sei nicht der Beste, sei du, dein eigenes Original.

Höre mehr zu und rede weniger.

Tue weniger und fühle mehr.

 

Yin und Yang im Wandel

Heutzutage ist das Yang in unserer Gesellschaft sehr präsent und als Wert stark verankert. Sei stark, setz Dir Ziele, Du musst etwas erreichen, sei besser. Wäre nicht der wirtschaftliche Erfolg der höchste Wert unserer Gesellschaft, sondern die Spiritualität, dann wären die femininen Aspekte sehr viel präsenter in allen.

Das kostbarste Gut, unsere Aufmerksamkeit, ist immer mehr ins Außen gerichtet statt ins Innen. Mehr verdienen, um mehr zu haben, um mehr zu kaufen, um gesellschaftlichen Status zu erreichen. Mehr konsumieren, sei es an Produkten oder Medien, das sind alles Dinge, die im Außen stattfinden, Dich vom Innen abwenden.

 

Maskuline und feminine Rollenverteilung

Oft wird die maskuline oder feminine Rollenverteilung gleichgesetzt mit männliche und weibliche Attribute haben, was meines Erachtens nicht stimmt.

Die ursprüngliche maskuline Rollenverteilung sah vor, dass ER die Familie vor Fressfeinden schützt. Das Ziel war klar: Überleben.

Die feminine Rollenverteilung sah vor, das SIE das Ambiente schafft und stellte nährende Aspekte in den Vordergrund. Das Ziel war es, ein Zuhause zu schaffen, um besser zu leben.

Wirtschaft als höchstes Gut meint damit, dass maskuline Werte an erste Stelle gestellt werden, so dass auch immer mehr Frauen danach streben. Nicht, weil sie unbedingt Karriere machen wollen, sondern weil gesellschaftlich der Überlebensaspekt damit an erste Stelle tritt. Es geht um Unabhängigkeit, frei entscheiden können. Und was ist daraus geworden im Sprachgebrauch: „Eine Frau steht ihren Mann.“

Wenn jemand feminin agiert wird das immer noch als schwach abgetan, zu gefühlsduselig, d.h. auch Frauen haben nur Erfolg, wenn sie maskulin agieren, also nach Macht streben und wirtschaftlichem Erfolg. Feminin ist aber nur ein anderer Aspekt im Leben, es bedeutet keinesfalls Schwäche. Im Hinduismus sind Shiva und Shakti auch bedingende Elemente. Shiva der Gott ist nichts, wenn Shakti nicht um ihn herum schlawenzelt. Sehen und gesehen werden.

 

Eine Lebensphilosophie

Yin und Yang ist so viel mehr als weibliches und männliches Prinzip, es ist eine Lebensphilosophie und eine Polarität im Leben. Letztendlich ist alles im Leben Wandel. Alles was nicht wächst, stirbt in der Natur. Yin und Yang bedingen einander und ergänzen sich, sie sind keine Gegensätze, sondern streben im Miteinander nach Harmonie und Balance.

Yin und Yang beschreiben die Urkräfte. Yin ist die abwärts gerichtete Energie, hin zum manifestieren, z.B. durch die Geburt eines neuen Menschens. Yang ist die aufwärtsgerichtete Energie, dem Streben nach Bewusstsein folgend. Beide zusammen bestimmen unsere Lebensenergie, das Chi in der TCM (traditionellen Chinesischen Medizin) oder Prana im Yoga. Als Mensch ist es unsere Aufgabe etwas ins Leben zu manifestieren und gleichzeitig noch nach Bewusstsein zu streben. Es geht also um die Verbindung von Yin und Yang in jedem Einzelnen.

Yin und Yang sind Qualitäten, die allen Menschen innewohnen und in Balance zu Harmonie und einem ausgewogenen Miteinander führen.

In unterschiedlichen Lebensphasen werden sie zu verschiedenen Anteilen gelebt. In der Naturmedizin unterscheidet man sogar Yin-Typen und Yang-Typen, die jeweils verschiedenen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind und dem entsprechend unterschiedliche Ernährungsempfehlungen erhalten.

 

Eine Übersicht von Yin und Yang

Yin bedeutet die weibliche Essenz des Seins. Die Verkörperung der Schöpfung, das Fliessen, annehmen können, wohlwollend, miteinander, die Intuition, das Bauch- und Herz-Gefühl und das Verbindende. Yin ist auch das Symbol des Mondes, eine kühlende Energie, die kreative und fühlende Seite und ein Ausgleich zum Yang.

Yin sagt „Vertraue und wirke einfach.“

Yang bedeutet die männliche Energie, die uns allen innewohnt, das Wollen, das Fokussieren, der Mut und der Antrieb, das Streben. Yang ist auch das Symbol der Sonne und die Verstandesebene.

Yang sagt „Du schaffst das.“ 

In einer Bildsprache gesprochen ist Yin der Same des Baumes, der darauf vertraut, dass er das tut, wozu er da ist, wachsen und am Ende die Wurzeln ausmacht, das erdende und nährende des Baumes. Ohne Yang wächst der Baum aber nicht, er braucht die Sonne und die Kraft, um durch die Erde zu stoßen und seiner Bestimmung zu folgen, ein Baum zu werden.

Aus Laotse Tao Te-King: Das Buch vom Sinn und Leben, Kapitel 36, übersetzt von Richard Wilhelm

„Was man zusammenziehen will,

dass muss man erst sich richtig ausdehnen lassen.

Was man schwächen will,

dass muss man erst richtig stark werden lassen.

Was man beseitigen will,

dass muss man erst richtig sich ausleben lassen.

Wo man nehmen will,

da muss man erst richtig geben.

Das heißt die geheime Erleuchtung.

Das Weiche siegt über das Harte,

Das Schwache siegt über das Starke…“

 

Eine persönliche Erfahrung

Immer mehr fühle ich mich den Yin-Qualitäten im Leben verbunden und stelle aber auch fest, dass wir beides brauchen. Das eine existiert nur durch das andere. Das Helle im Dunklen und das Dunkle im Hellen.

Yoga ist eine wundervolle Praxis, die eigene Spiritualität im Alltag zu Leben und sich seiner Yin- und Yang-Qualitäten mit zunehmender Praxis bewusst zu werden. Alles was uns bewusst ist können wir verändern.

„Du kannst nur heilen was Du fühlst“ C.G.Jung

Schwangerschaft, Geburt, Kindererziehung, aber auch Yoga und Thai Massage haben mehr Yin-Qualitäten in mein Leben gebracht und mich as Mensch „runder“ werden lassen.

Kreativität, Schreiben, Arbeit mit den Händen, in der Natur sein, klassische Musik hören, ein warmes bad nehmen und einfach Freude an den Dingen und am Schönen haben, fördern unseren Yin-Anteil.

Dinge erfolgreich abschließen, Sport, Vinyasa Yoga, Disziplin, Diskussionen fördern unsere Yang-Anteile.

Von Natur aus bzw. aufgrund meiner Lebensgeschichte bin ich mit einem starken Yang-Anteil ausgestattet, Wille, Mut, Intellekt, das Studium der BWL haben anfänglich viel Stress in meinem System erzeugt, ich fühlte mich quasi immer wie „auf dem Sprung“, wie in alten Zeiten der schnelle Sprung weg vom Tiger (flight or fight-Modus). Für mich persönlich geht es darum, immer wieder die Herzqualitäten, das Yin mehr in mein Leben einzuladen, das Zulassen, Loslassen, Spüren, um sowohl vom Verstand als auch vom Herzen her zu manifestieren.

 

FAZIT: 

Yin und Yang sind Energien, die sich gegenseitig unterstützen, schwächen, stärken und verwandeln. Yin und Yang ist überall, in allem was lebt, in allen Objekten, in der Natur.

Wuwei wie es im Tao heisst, ist die Kunst zu wissen, wann es gut ist, etwas zu tun und wann es gut ist abzuwarten.

Wir können uns bewusst werden, welchen Anteil wir derzeit mehr ausleben und dann den in uns nähren, den wir weniger ausleben.

Beobachte deinen Geist, beobachte Dich und verbinde Herz (Yin) und Verstand (Yang), um im Einklang mit Deinem Lebenszweck und dem großen Ganzen zu manifestieren.

Mein YouTube dazu: https://www.youtube.com/watch?v=lAXBxLzGu0k&t=51s

 

Quellen:

Bilder:

von canstockphoto53565650_yinyang

https://image.freepik.com/freie-ikonen/yin-yang-symbol-variante_318-50138.jpg

Photo by NASA on Unsplash

https://www.gesundheitswissen.de/tcm/yin-und-yang/

https://www.youtube.com/watch?v=6gIMVxFen_A

Laotse Tao Te-King: Das Buch vom Sinn und Leben, übersetzt von Richard Wilhelm

 

 

 

09_Sept. 2019 Newsletter: Möchtest du auch manchmal fliegen?

09_Sept. 2019 Newsletter: Möchtest du auch manchmal fliegen?

Foto von Arie Wubben on Unsplash.

Letztens meinte jemand zu mir, ich würde mich immer wieder neu erfinden und ja, da ist was Wahres dran. Das Leben ist für mich eine Riesenspielwiese an Lernmöglichkeiten, Wachstumsfeldern, abenteuerlichen Erfahrungen und freudvollen Momenten, denn ich habe das große Privileg und bin frei! Wir leben in keinem Kriegsgebiet, haben genug zu essen und ein Dach über dem Kopf, das ist mehr als 75 % der Weltbevölkerung hat. Uns geht es gut. Objektiv betrachtet.

Wenn ich Vögel am Himmel fliegen sehe, möchte ich es Ihnen manchmal gerne gleichtun. Der Gedanke so leicht durch die Lüfte zu schweben fühlt sich frei an. Freiheit kann so viel bedeuten, finanzielle Freiheit. Oder Freiheit der Wahlmöglichkeiten. Freiheit, tun und lassen zu können, was man möchte. Oder Freiheit, die zu sein, die man eigentlich schon immer war? Und was ist finanzielle Freiheit ohne Gesundheit? Was ist Gesundheit in einem Land der Repression? Und was ist persönliche Freiheit ohne den finanziellen Spielraum? Irgendwie hängt alles zusammen.

Und klar ist auch, die Freiheit definiert jeder für sich selbst. Wie fühlt sich Freiheit für dich an? Spür da mal rein, ins Herz, kurz, mach mal die Augen zu, was ist Freiheit für dich? Was brauchst Du, um Dich frei zu fühlen?

Ich nehme mir die Freiheit, zu erkunden, wo ich wachsen kann, wo ich was lernen kann und wo ich was zu geben habe. In letzter Zeit widme ich mich wieder mehr dem Schreiben. Und habe doch glatt einen Schreibkurs in Wien gewonnen, juchee, es lebe die Freiheit!

Freiheit bedeutet für mich, mich kennen zu lernen und dem entsprechend zu handeln. Und dann kommt noch die finanzielle Freiheit dazu, die man einfach anstrebt, um Dinge zu tun, die einem wichtig sind und Projekte, Geschäfte zu unterstützen, die die Welt verändern oder das regionale Gefüge zusammenhalten.

Freiheit ist für mich eine innere Einstellung und Entscheidung: Meine Gedanken zu beobachten und zu steuern (eine lebenslange Übung!), meinem Körper zuzuhören und ihn zu nähren und meinem Herzen zu folgen. Und wie fühlt sie sich an? Groß! Lebendig! Aufregend! Freudvoll! Lebenswert.

Wir haben so viele Freiheiten in dieser Zeit und an dem Ort, an dem wir leben, was nutzt Du davon heute, morgen, nächstes Jahr? Nimm Dir die Freiheit, Du zu sein! 🙂

“There is freedom waiting for you,
On the breezes of the sky,
And you ask „What if I fall?“
Oh but my darling,
What if you fly?”
― Erin Hanson

Namasté. Eure Tanja

08_Aug. 2019 Newsletter: Führst Du ein großes Leben?

08_Aug. 2019 Newsletter: Führst Du ein großes Leben?

Was ist ein großes Leben für Dich? Diese Frage beschäftigt mich, begleitet mich doch mein sehnsuchtsvoller Satz „Ich will ein großes Leben leben!“ schon lange.

Ich habe dazu auch ein Video gemacht (3min. – lohnt sich schon wegen dem Sommerhut! 😉

Groß impliziert für mich dabei Lebendigkeit, Dankbarkeit, Freude im Kleinen, viel zu Lachen, Wertschätzung Deiner Selbst, der anderen und der Natur, andere inspirieren, bereichern können durch dein Sein, deine bloße Präsenz und Sinn in dem was Du tust.

Ich glaube, dass uns ein großes Leben erwartet, wenn wir uns die Mühe machen, uns selber zu verstehen, anzunehmen und auch zu wachsen. Ein großes Leben findet für mich zuerst im Innen statt, damit es sich dann im Außen manifestieren kann. Und groß ist für mich nur, wenn es die Möglichkeit gibt zu wachsen, nicht stehen zu bleiben. Alles in der Natur wächst oder es stirbt.

Für mich persönlich geht es nicht um Geld, Status, Reisen, Kontakte, sondern um die Reise nach innen.

Wenn du dir selbst ganz nah bist, dann fühlst du dich genährt und gestärkt aus Dir selbst heraus und schützt dich so vor äußeren Einflüssen und schlechten Gewohnheiten, die alle an uns ziehen. Die Kraft und Anbindung an Dein Inneres, an etwas, das größer ist als du und uns alle auf magische Weise verbindet. Yogis kennen dieses Gefühl, in Savasana und danach, oder? J

Jeder ein Individuum mit all seiner Vielseitigkeit im Meer des kollektiven Bewusstseins – was für eine Reise!

Enjoy the ride and dive deeper into yourself!

Happy summer, happy holidays!

06_Juni 2019 Newsletter: Lebst Du schon oder rennst Du noch?

06_Juni 2019 Newsletter: Lebst Du schon oder rennst Du noch?

Liebe Yogis und Wegbegleiter,

viel zu oft quälen wir uns durch den Alltag. Durch das ewige Müssen, Tun und Kämpfen statt dem Sein und Loslassen. Präsenz im Moment ist eine Übung.

Für jemanden wie mich, der sein Leben dem persönlichen Wachstum und dem Verständnis von globalen Zusammenhängen gewidmet hat, war es und ist es immer noch eine schwierige Lektion anzunehmen was ist und Akzeptanz zu üben, auch wenn es noch nicht so ist, wie ich es mir wünsche. Wie heilsam.

Gerade als alleinerziehende Mama mit kleinem Kind und Hund und dem Wunsch, sich eine Selbständigkeit aufzubauen, sind am Ende des Tages 24 Stunden einfach zu wenig. Haha. Wir haben alle die selbe Zeit, tagtäglich, wie verbringst Du sie? Nur in der Arbeit, Du musst ja? Mit dem Hin- und Herfahren der Kids, Du musst ja? Oder mit den Dingen, die Dir Freude bringen und Dein Herz hüpfen lassen? Was wäre das?

Eines der Dinge, die ich meinem Kind beibringe ist „Du musst gar nichts.“ Das kann man jetzt finden wie man will, aber es entspricht meinem Lebenskonzept und ich meine damit nicht anti-autoritär die Kinder machen lassen, was sie wollen, nein, aber eben sich bewusst entscheiden. Das können auch schon Kinder, wenn man die Optionen mit Ihnen durchspielt. Ja, auch das kostet Zeit. Ich kann mich frei entscheiden, muss aber die Konsequenzen aushalten können oder eben neu entscheiden.

Ich greife nach den Sternen und bleibe dran, gegen jedwede Herausforderungen und vor allem gegen mein Unterbewusstsein, dass mich schon mal durchs Leben schubst. Ich mache es mir zum Freund und lache der Leichtigkeit entgegen, immer wieder ein Stück mehr.

Schöpfer Deines Lebens wirst Du in dem Moment, indem Du Verantwortung für Dein Tun und Nicht-Tun übernimmst. Leichter wird es im Prozess. Ich mache mir die Mühe, mich selber kennenzulernen. Das ist nicht immer komfortabel, aber sinn- und friedensstiftend, in mir drinnen.

Und wer sein Leben selbstbestimmt kreiert und auf Impulse achtet, der braucht auch keine äußeren Einschnitte wie Dramen, Krankheiten oder „Schicksalsschläge“, um mal was anders zu machen. Und trotzdem haben wir alle unseren Dramen, das gehört zum Menschsein dazu.

Wie wäre es, wenn ich Dir jetzt sage, dass man akute Dramen schnell lösen kann und den Blickwinkel wieder weitet? Interessiert?

Mein neues Steckenpferd: THETA HEALING, eine Energiemethode, die Dramen #zack# auflöst und mich dem Wunder des Lebens und der Leichtigkeit immer wieder näher bringt. Kennenlern-Special bis Ende September.

Und zum Schluss:
Sei nicht so streng zu Dir! Hol mal Luft, lass Dinge sacken, auch wenn Du das Gefühl hast, dass sich nichts dreht und nichts vorankommt. oder alles zu viel ist. Deine Seele lernt immer weiter, auch wenn im Außen nix passiert.

In diesem Sinne, lasst uns das Leben genießen, leicht, freudvoll und lebendig!
Happy summer!
Namasté. Eure Tanja