Selbstliebe

Selbstliebe ist ein großer Begriff. Sich selbst zu lieben. Wie soll das denn gehen?

Sogar dafür gibt es inzwischen Onlinekurse, wie man sich jeden Tag 5min. im Spiegel anschaut und Affirmationen spricht oder sich einfach Zeit für sich einräumt. Einfach, da fängt es ja schon an. Heutzutage ist gar nichts mehr einfach. Alles ist verkompliziert, von allem gibt es zu viel und alles geht zu schnell oder man muss müssen. 😉

Selbstliebe ist das Resultat eines Prozesses, in dem man sich selbst besser kennenlernt und sich schätzen lernt. Indem man herausfindet, was man besonders gut kann und was man lieber anderen überlässt – authentisch leben ist der Ausdruck der Selbstliebe.

Indem wir den Fokus auf das legen, worin wir gut sind und das annehmen können, was uns vielleicht stört, aber sehen, wozu es gut war oder zu wem es uns gemacht hat, praktizieren wir Selbstliebe. Und auch das ist aus meiner Sicht mal wieder eine Übung im lustigen Karussell des Lebens.


Selbstliebe bedeutet,

es sich wert zu sein, sich an erste Stelle zu setzen.

zu respektieren, wo Du gerade in deinem Leben stehst und erstmal Frieden damit zu schließen.

sich selbst und seine Bedürfnisse ernst und wichtig zu nehmen.

seine Bedürfnisse zu kennen und dafür die Verantwortung zu übernehmen.

sich nicht zu vergleichen.

auch mal mutig Entscheidungen zu treffen, die andere blöd finden.

auch mal alleine den Weg weiterzugehen.

sich dem Weg des persönlichen Wachstums öffnen.

sich der Rollen, die man tagtäglich spielt bewusst zu werden und sie in eine Balance zu bringen.

sich selbst dabei zu beobachten, wann man sich selber kleiner macht, indem man sich Dinge zuraunt wie „wieso Du denn?“, „das ist zu viel, das schaffst Du nicht“…

sich auch mal Auszeiten zu gönnen.

sich um den Körper angemessen zu kümmern als Vehikel für diese Erden-Reise.

sein Leben langfristig darauf auszurichten, was Dir gut tut.

jeden Tag etwas mehr von dem zu tun, was Dir gut tut.

Dich mit Menschen zu umgeben, die Dich unterstützen und nähren (emotional, physisch, mental)

auch mal nein zu sagen.

sich annehmen zu können, auch in der Einsamkeit oder Trauer, wenn es nicht so gut läuft und sich einfach mal selber in den Arm zu nehmen.

seine Mankos zu kennen und sie entweder zu ändern oder zu integrieren.

mutig seinen eigenen Regeln zu folgen.

auch mal nach Unterstützung zu fragen.

seiner Intuition zu vertrauen (die feiner wird, je mehr Schichten wir hinter uns lassen)

Geduld mit sich und seinem Weg zu haben.

für mich vielleicht was anderes als für Dich, das ist ok.


 

Tagtägliche Beweise meiner eigenen Selbstliebe (nicht alle an jedem Tag):

– den Tag mit einem Green Smoothie starten

– sich was gesundes und nährendes kochen

– ein Vollbad nehmen

– schöne Musik anmachen

– zur Lieblingsmusik tanzen

– sich selbst eine Karte schicken per Post

– Tagebuch schreiben/ Journalling

– meditieren

– Yoga

– Schwimmen

– seiner Kreativität freien Lauf zu lassen (in Bild, Wort, Ton, für mich Schreiben)

– wenn man müde ist, schlafen zu gehen

– seine Gute-Zeiten-Box anzuschauen (Erinnerungen im Einmachglas – ein Sammelsurium an Zetteln, Bildern, Eintrittskarten, Geschenken und Bilder des Kindes übers Jahr verteilt)

– ein Dankbarkeits-Journal zu pflegen (jeden Tag aufzuschreiben wofür Du dankbar bist)

– sich Kerzen anmachen oder Blumen kaufen

– es sich einfach schön machen, ohne darauf zu warten, dass es jemand anders macht.

– früher ins Bett gehen, weil der nächste Tag dann definitiv auch entspannter wird (zumindest als Mutter 😉

– sich eine Massage gönnen 🙂

– mit einer guten Freundin sprechen, wenn möglich auch mal persönlich 🙂 (heutzutage als Mutter keine Selbstverständlichkeit, denn oft sitzt man abends alleine daheim)

– sich zu spüren, was heute dran ist und das zu machen